Tausende beim Bad Säckinger Fasnachtsumzug
Rund 800 Hästräger sorgten gestern beim Montagsumzug für Stimmung. Den Zug führten Narrenpolizist Rüdiger Hoschke und die Zunft an. Konfetti regnete es unter anderem bei den Rhy-Deufeln aus Öflingen (großes Bild). Rechts oben die Tiengener Schlosshexen, darunter die Turnerfrauen-Montagsgruppe. Nach rund eineinhalb Stunden war der bunte Narrenwurm am Münsterplatz angekommen wo noch eine Weile weiter gefeiert wurde. Später verlagerte sich dies in die Kneipen und in den Gallusturm. Immer das nahende Ende der Fasnacht vor Augen: Heute Abend wird vor dem Rathaus der Böög verbrannt.
Die Sonne lachte gestern mit den Narren um die Wette. Und der Fasnachtsmontags-Umzug lockte Tausende in die Bad Säckinger Innenstadt. Pünktlich um 14.30 setzten sich die etwa 800 Hästräger in der Schulhausstraße in Bewegung um bei ihrem Zug durch die Gassen mit allerlei Scherzen und viel Konfetti über die Zuschauer herzufallen. Allen voran Rüdiger Hoschke als Narrenpolizist mit mittlerweile etwas lädierter Glocke und Zunftmeister Peter Wack im Phantasiekostüm.
Auf den Rest der Narrenzunft mit Maisenhardt-Joggele, Zunftrat und Ranzengarde folgte Bürgermeister Martin Weissbrodt mit seiner Teufelsgruppe. Weissbrodt selbst trat allerdings, anders als vom Narrengericht gewollt, als Engel auf. Genau wie Stadtrat Bernhardt Biendl (der später mit dem Bürgermeister vom Café Melange zum Münsterplatz geflogen sein will). Dafür machte Brigitte Weissbrodt als Teufel mit dem Dreizack Dampf.
Den zweiten Wagen hatten sich die Chorgemeinschaft Frohsinn ersonnen. Darauf zeigte sich Vorsitzender Helmut Baumgartner mit kaputten Fahrrädern. Die liefen genauso wenig rund wie die Verwaltung, hieß es da jedenfalls auf gut Badisch.
Dann ging es Schlag auf Schlag eine Zunft folgte die nächste Guggenmusik. An der bunten Pracht hatten auch die Kinder ihre helle Freude. Als Entschädigung für eventuelle Konfettiattacken gab es Süßes. Die Stimmung stieg, als sich der Umzug dem Münsterplatz näherte. Wo am Ende Mimi Brogli die Stimme erhob und einige Guggenmusiken zum musikalischen Nachschlag verdonnerte. Zum Schlangestehen verdonnert waren die hungrigen Narren. Zumindest wenn es kein Gasthausbesuch, sondern nur eine Straßen-Wurst sein sollte. Das tat aber der Stimmung keinen Abbruch. Bis in die Nacht wurden in den Kneipen und beim Turmball die (beinahe) letzten Fasnachtsstunden 2006 genossen.
Quelle: Südkurier
Autor: Frank Linke

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